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Beelitz und die BeBaWo

Mit der Entstehung der Stadt Beelitz, erstmals im Jahre 997 schriftlich erwähnt, verbindet sich eine weit über tausendjährige Stadtgeschichte, die im Jahre 1861 einen signifikanten Höhepunkt erreicht, indem ein Ackerbauer namens Carl Friedrich Wilhelm Hermann erstmalig Spargel in der Beelitzer Region anbaut. Damit erschafft er eine Tradition, die bis heute fortwährt und Beelitz und dessen Beelitzer Spargel weit über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit verschafft. Jedes Jahr in den Sommermonaten strömen Tausende von Touristen in die Stadt, um das berühmte Beelitzer Edelgemüse erntefrisch zu genießen und gemeinsam mit den Bewohnern der Spargelstadt das Beelitzer Spargelfest als Saisonhöhepunkt zu feiern.               

Beelitz ist mit seinen rund 12.000 Einwohnern eine Stadt, die durch den Zusammenschluss mit den umliegenden Dörfern wie Klaistow, Kanin, Wittbrietzen, Elsholz, Zauchwitz oder Rieben städtebaulichen Schick und ländliche Idylle gleichermaßen miteinander verbindet. Diese Verbindung von Stadt und Land, zusätzlich die gute Lage vor den Toren Potsdams und Berlins, machen die Spargelstadt vor allem bei jungen Familien als Wohnort beliebt. Die Einwohnerzahlen wachsen stetig, die Entwicklung der Stadt schreitet rasant fort. Dies zeigt sich auch an den städtebaulichen Maßnahmen. So wurden die historische Altstadt wie auch das Wohngebiet in der Ringstraße aufwendig saniert. Der Kiefernwald sowie die Ortsteile Beelitz-Heilstätten und Fichtenwalde wurden erschlossen und ausgebaut.                                                                                                     .                                     

Um die wachsende Einwohnerzahl mit adäquatem Wohnraum versorgen zu können, bildet sich im Jahre 1974 der VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Beelitz, dessen Rechtsnachfolger im Jahre 1990 die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH wird.

Am 01.01.1974 gründet sich der VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Beelitz (nachfolgend kurz VEB KWV genannt) mit Sitz in Beelitz im heutigen Hotel Stadt Beelitz – Schwarzer Adler. Beginnend unter der Leitung des Direktors Herrn Knape werden im Verlauf des Jahres 1974  14 weitere Mitarbeiter für die Verwaltung eingestellt. Die Haupttätigkeit des VEB KWV liegt in der Verwaltung der Mietobjekte der einzelnen Gemeinden wie Beelitz, Michendorf, Seddin, Neuseddin, Kähnsdorf, Langerwisch, Wildenbruch, Wilhelmshorst, Ferch, Caputh, Fichtenwalde, Elsholz, Wittbrietzen, Rieben, Zauchwitz, Stücken, Fresdorf und Tremsdorf. Dabei handelt es sich um gemeindeeigene Objekte, die nunmehr, staatlich angeordnet, zentral von einem volkseigenen Betrieb verwaltet werden sollen. Auch die von den Gemeinden zwangsverwalteten Objekte von Privatpersonen obliegen der Verwaltung des volkseigenen Betriebes. Die bisherigen Wohnungsverwalter größerer Gemeinden wie Langerwisch und Fichtenwalde werden ebenfalls im Jahre 1974 beim VEB KWV angestellt. Im September 1976 wird Herr Griebel als Bereichsleiter für einen zusätzlichen Zweitsitz in Michendorf eingestellt. Die Instandhaltung und Instandsetzung der Objekte betreffend wird mit der Zeit eine eigene Bauabteilung mit verschiedenen Gewerken gebildet. Die Sanitärabteilung ist bereits seit 1974 als der erste Handwerksbereich des VEB KWV vertreten. Es folgt zum Beispiel die Maurer-, Maler-, Dachdecker-, Elektriker- und Glaserabteilung. Um die jeweiligen Baustoffe und Materialien zu den Objekten transportieren zu können, wird sogar ein eigener Fuhrpark mit zwei LKWs eingerichtet. Aufgrund der enormen Vergrößerung des VEB KWV wird von dem volkseigenen Betrieb in der Nürnbergstraße ein eigenes Domizil erbaut, was nicht nur die Verwaltungsabteilung, sondern auch die verschiedenen Gewerke beherbergt.                              .                                                                                                                                                                  

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten werden die volkseigenen Betriebe der DDR aufgelöst. Der Rechtsnachfolger der VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Beelitz wird somit am 12.07.1990 die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH (nachfolgend kurz BeBaWo genannt) unter dem Geschäftsführer Herrn Vorwerk. Sowohl die Stadt Beelitz als auch die Gemeinde Zauchwitz werden zu  Gesellschaftern der BeBaWo. Die Gesetz-gebung der BRD erlangt ihre Gültigkeit auf bau- und wohnungswirtschaftlichem Gebiet auch nach und nach in der DDR. Die BeBaWo stellt sich auf die neue Marktsituation, die ergebnisorientiertes Handeln in den Vordergrund stellt, ein. So wird die eigene Bauabteilung mit den verschiedenen Gewerken aufgelöst. Stattdessen werden Fremdfirmen für die Instandhaltung und Instandsetzung der Objekte beauftragt. Die BeBaWo, personal-wirtschaftlich nunmehr drastisch reduziert, baut sich ein kleineres Geschäftsgebäude in der Mauerstraße aus, welches 1995 bezugsfertig ist. In den folgenden Jahren stellen die Alteigentümer der zwangsverwalteten Objekte Rückübertragungsansprüche und die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH übergibt diese an die rechtmäßigen Eigentümer. Zusätzlich übertragen auch einige der Gemeinden die Verwaltung der gemeindeeigenen Objekte auf andere Wohnungsunternehmen. Die Verwaltung der Liegenschaften der Stadt Beelitz obliegt aber weiterhin der BeBaWo. Auch Privatpersonen lassen ihre Objekte nunmehr von der Gesellschaft verwalten. Neben der Fremdverwaltung nimmt aber auch die eigene Wohnungsverwaltung einen großen Stellenwert ein. Zur Vergrößerung des eigenen Wohnungsbestandes wird die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH zum Bauträger und beginnt nach der Wende mit dem Bau von ca. 100 eigenen Wohnungen im Wohngebiet am Kiefernwald, welches bereits im Jahre 1995 erschlossen und bebaut wird. Insgesamt stellt die Stadt Beelitz eine Fläche von ca. 14 ha zur Verfügung mit der Absicht, junge Familien zum Kauf von Grundstücken anzuraten. Dabei sollen 46 Einzelhäuser und 80 Reihenhäuser entstehen. Doch nicht nur Käufer, sondern auch Mieter sollen zum Zuzug in die Siedlung, deren Namen sie von den umliegenden Kiefernwäldern erhält, bewegt werden. Aus diesem Grunde baut die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH eine Vielzahl verschiedenster Haustypen. Somit entstehen sowohl Reihenhäuser, Doppelhäuser, 4 kleinere Wohnhäuser mit je 6 Wohnungen und 3 größere Wohnblöcke mit insgesamt 58 Wohnungen. Diese werden bereits im Jahre 1996 fertig gestellt. Heute zählt das Wohngebiet am Kiefernwald zu den größten Ansiedlungen im Beelitzer Raum. Die Nachfrage nach Wohnraum ist nach wie vor gegeben. Aus diesem Grunde plant die Stadt Beelitz in den folgenden Jahren nochmals eine Erweiterung des Wohngebietes.

Die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH ist ein Wohnungsunternehmen mit der Stadt Beelitz als Gesellschafter. Geführt wird das Unternehmen seit 2007 von unserem Geschäftsführer Herrn Opderbeck. Neben der Prokuristin, Frau Saling, sind insgesamt noch   4 kaufmännische Angestellte, 2 Hauswarte und 1 Auszubildender angestellt. Der Sitz  des Unternehmens befindet sich in der Mauerstraße 39, 14547 Beelitz.                             

Die Geschäftsfelder der BeBaWo beschränken sich im Wesentlichen auf die Vermietung und Verwaltung, Instandsetzung und Modernisierung von Objekten. Dabei decken die Haupttätigkeiten einerseits den kaufmännischen Bereich im Sinne der eigenen Wohnungsverwaltung und Fremdverwaltung als auch den technischen Bereich im Sinne von Instandsetzungen, Modernisierungen und Bautätigkeiten ab. Insgesamt nehmen sowohl die eigene Wohnungsverwaltung als auch die Fremdverwaltung einen erheblichen Stellenwert ein. So verwaltet die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH mit Stand vom 31.12.2014   456 eigene Wohnungen, 8 Gewerbeeinheiten, 1 selbst genutztes Bürogebäude sowie 182 Garagen bzw. Stellplätze, folglich 647 eigene Einheiten auf einer Fläche von 29.970,86 m².  Hinzu kommen die Objekte der Fremdverwaltung, welche die BeBaWo  treuhänderisch verwaltet. Darunter befinden sich 208 Wohneinheiten, 19 Gewerbeeinheiten, 10 Garagen bzw. Stellplätze sowie 114 Sonstige wie Pachtgrundstücke, die das Wohnungsunternehmen nach Beendigung der staatlichen Zwangsverwaltung ohne Auftrag verwaltet. Die wichtigsten Verwalterverträge bestehen dabei mit der Stadt Beelitz und der Gemeinde Michendorf ebenso wie mit der Wohnungsgenossenschaft eG, die die  Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH bereits seit 1999 betreut.                                           

 Das Unternehmensleitbild der Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH ist von einer zuverlässigen Partnerschaft zwischen Vermieter und Mieter motiviert. Die BeBaWo ist dabei stets bemüht ein angenehmes Wohnumfeld für die Mieter zu schaffen, in dem diese störungsfrei und ohne Probleme wohnen können. Um das ermöglichen zu können, steht ein mieterfreundlicher Service mit fachlich kompetentem Personal im Vordergrund. Eine Verbesserung der Wohnqualität der Mieter soll ebenfalls durch umfassende Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen des Altbestandes mit umweltfreundlichen Technologien wie wärmeisolierende Fassaden erzielt werden, um dem Mieter zeitgemäße, preislich adäquate Wohnungen anbieten zu können  und das Erscheinungsbild der Stadt Beelitz noch attraktiver zu gestalten.                                                                                                                             

Wie alle Wohnungsunternehmen hat die die BeBaWo mit Chancen und Risiken zu kämpfen. Insgesamt wird die Wohnungsnachfrage in Beelitz, vermutlich auch wegen der guten Lage vor den Toren Potsdams und Berlins, als durchaus positiv bewertet. Dadurch prägt sich jedoch die Konkurrenz unter den örtlichen Wohnungsanbietern immer weiter aus. Um dem wachsenden Wettbewerb standhalten zu können, verfolgt die BeBaWo eine zielgerichtete Unternehmensstrategie, die vor allem auf Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität der Mieter anspielt.

Die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH ist eine Kapitalgesellschaft in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH genannt. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine der gängigsten Unternehmensformen im deutschen Raum. Die Gründung einer solchen Gesellschaft bringt viele Vorteile mit sich. So kann das Kapital vermehrt, das Unternehmerrisiko aufgeteilt und die Kreditwürdigkeit erhöht werden. Dies machen sich vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen zu Nutze. Gegründet werden kann die GmbH zu jedem zulässigen Zweck mit Abschluss eines notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrages und der Eintragung ins Handelsregister. Der notariell beurkundete Gesellschaftsvertrag bildet dabei zusammen mit den Richtlinien des GmbH-Gesetzes die rechtliche Grundlage für die Gesellschaft. Im Falle der BeBaWo wurde die Gesellschaft zum Zwecke der Errichtung und des Erwerbs, der Bewirtschaftung und der Verwaltung von Objekten am 12.07.1990 gegründet. Gesellschafter wurden am 11.06.1993 sowohl die Stadt Beelitz als auch die Gemeinde Zauchwitz.                                               

Bei der Gründung einer GmbH als Kapitalgesellschaft muss diese ein im GmbH-Gesetz festgeschriebenes Stammkapital aufweisen können, welches mindestens 25.000,00 € beträgt. Das Stammkapital setzt sich zusammen aus den Stammeinlagen der Gesellschafter. Die jeweiligen Gesellschafter können darüber hinaus noch weitere Einlagen zahlen, die der GmbH dann als Rücklage dienen. Das  gezeichnete Kapital der BeBaWo wurde ebenfalls durch die Gesellschafter Beelitz und Zauchwitz übernommen und eingezahlt. Das Stammkapital soll als Ausgleich für die fehlende persönliche Haftung der Gesellschafter dienen, welche nur beschränkt mit ihrer eingebrachten Stammeinlage haften. Dieses Privileg der beschränkten Haftung ist es, was die GmbH von anderen Rechtsformen unterscheidet. Das bedeutet, dass die Gesellschaft nur mit ihrem Stammkapital haftet.                                                                                                                                     

 Ferner gilt die GmbH mit der Eintragung ins Handelsregister als juristische Person, was bedeutet, dass die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, folglich auch die BeBaWo, selbstständiger Träger von Rechten und Pflichten ist. Damit ist die Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH  rechtsfähig und geschäftsfähig, d.h. sie kann Willenserklärungen rechtswirksam abgeben bzw. Geschäfte rechtswirksam abschließen. Zur Gewährleistung der Handlungsfähigkeit sind jedoch die Organe der Gesellschaft – die Geschäftsführung, der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung – notwendig:                                             

Die Geschäftsführung obliegt seit 2007 Herrn Opderbeck und wird 2011 vom Aufsichtsrat abermals bestätigt. Zum Aufgabengebiet des Geschäftsführers gehört es, als leitendes Organ, das Wohnungsunternehmen nach innen und außen hin, in Gemeinschaft mit Frau Saling als Prokuristin, zu vertreten. Zusätzlich plant er die Finanzierung von Bauvorhaben und überwacht diese. Somit ist der Geschäftsführer folglich eher für den technischen Bereich zuständig, während die Prokuristin den kaufmännischen Bereich dirigiert. Dabei werden Geschäftsführer und Prokuristin in ihrem Handeln vom Aufsichtsrat, als überwachendes Organ, kontrolliert. Auch bestellt dieser den Geschäftsführer bzw. beruft ihn im Zweifelsfall wieder ab. Der Aufsichtsrat, sofern bei einer Arbeitnehmerzahl unter 500 überhaupt gebildet, muss entsprechend dem Gesellschaftsvertrag mit mindestens 3 Mitgliedern besetzt werden. Im Falle der Beelitzer Bau- und Wohnungsgesellschaft mbH  setzt sich der Aufsichtsrat einschließlich des Vorsitzenden Herrn Koppenhagen aus 6 Mitgliedern zusammen, die im Geschäftsjahr 2014 zweimal gemeinsam mit der Geschäftsführung getagt haben. Bei der BeBaWo ist der Aufsichtsrat zusätzlich in der Entscheidungsfindung für geschäftliche Tätigkeiten eingebunden, indem er die im Gesellschaftsvertrag festgelegten zustimmungsbedürftigen Geschäfte bewilligen muss. Die Gesellschafterversammlung gilt als das beschlussfassende Organ einer GmbH. Sie erteilt dem Geschäftsführer und dem Aufsichtsrat Entlastung für das jeweils zurückliegende Geschäftsjahr. Weiterhin obliegt es allein der Gesellschafterversammlung, die Satzung des Gesellschaftsvertrages zu ändern oder gar die Gesellschaft mit beschränkter Haftung aufzulösen.